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  3. Apple: Keine Pläne für Mac-iPad-Hybride im Surface-Stil

Apple hat keinerlei Pläne, ein Convertible à la Microsoft Surface Pro 4 auf den Markt zu bringen. Das machte Apple-Chef Tim Cook in einem Interview klar. Das iPad Pro ist also bis auf Weiteres das, was einem solchen Produkt am nächsten kommt.Bildquelle: Apple
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iPad Pro: Der jüngste und bislang größte Spross der iPad-Familie wird von den Medien gerne mit dem Microsoft Surface Pro 4 verglichen.

Apple-CEO Tim Cook hat kürzlich in einem Interview noch einmal bekräftigt, dass sein Unternehmen weder vorhabe, auf absehbare Zeit die Entwicklung von Macs einzustellen, noch, aus MacBook und iPad ein Convertible im Sinne von Microsofts Surface-Familie zu formen.

In einem Gespräch mit der irischen Publikation Independent.ie sagte Cook, Apple sei nach wie vor der festen Überzeugung, Kunden wollten keine Hybrid-Lösung aus Mac und iPad. Grund dafür sei, dass ein solches Gerät Kompromisse erfordere, die Apple nicht bereit sei einzugehen. Laut Cook ist es stets Apples Bestreben, den besten Mac der Welt und das beste Tablet der Welt zu bauen. Durch die Kombination beider Produktkategorien könnte jedoch keines dieser Ziele erreicht werden.

Die Aussagen von Tim Cook sind auch als Seitenhieb auf Microsofts gerade auf dem Markt eingeführten Convertible-Produkte, das Surface Book und das Surface Pro 4, sowie deren mittlerweile zahlreiche Verwandte in der Windows-Welt zu verstehen. Diese Geräte laufen mit Windows 10, einem vollwertigen Desktop-Betriebssystem, und haben die Performance eines Laptops, können bei Bedarf aber auch als Tablet genutzt werden.

Im Hinblick auf die PC-Welt stellte Cook in dem Interview klar, dass man bei Apple einen Mac und einen Windows-Rechner nicht als ein und dasselbe bewerte. Demzufolge sieht Cook den Mac auch nicht als Auslaufmodell im Vergleich zu den in den letzten Jahren rein nach Verkaufszahlen alles dominierenden Smartphones und Tablets. Stattdessen sollen sich Macs und iOS-Geräte auch in Zukunft sinnvoll ergänzen. Bei Apple habe man die Erfahrung gemacht, dass Nutzer sowohl iOS als auch OS X verwenden. Durch die Einführung bestimmter Features wie „Handoff“ habe man also die beiden Software-Plattformen enger zusammengeführt. Erklärung: Handoffermöglich es Anwendern, eine Aufgabe auf dem einen Gerät (iPad) zu beginnen und sie zu einem späteren Zeitpunkt auf einem anderen Gerät (Mac) abzuschließen.

Bezüglich der iPad-Verkaufszahlen gab sich Cook trotz sinkender Stückzahlen und Marktanteile kämpferisch. Er erwarte sich Großes vom neuesten Mitglied der iPad-Familie, dem 12,9-Zoll-Riesen iPad Pro. Auf Reisen ersetzt das iPad Pro für den Apple Chef das MacBook und wird lediglich durch ein iPhone ergänzt.

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass auch die Worte von Tim Cook nicht mehr sind als nur eine ganz bestimmte Sichtweise auf aktuelle und künftige Entwicklungen des PC- und Mobilgeräte-Marktes. Microsoft teilt davon sicherlich einige Einschätzungen, aber in entscheidenden Punkten haben die beiden US-Konzern ganz unterschiedliche Auffassungen, woraus die jeweiligen Strategien resultieren. Interessant wird sein zu beobachten, ob sich einer der beiden in nicht allzu ferner Zukunft von der derzeit so überzeugt vertretenen Haltung verabschieden wird. Abhängig sein dürfte das wie so oft nicht von vermeintlichen Überzeugungen, sondern von Verkaufszahlen.

Quelle: Independant.ie

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