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  3. Apple: iPhone 7 zu dünn für 3,5 mm Kopfhöreranschluss?

Apple könnte beim im nächsten Jahr erwarteten iPhone 7 auf den seit langem etablierten 3,5 Millimeter Klinkenanschluss verzichten. Das berichtet eine für gewöhnlich gut informierte japanische Publikation.Bildquelle: Apple
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Bald ohne Kopfhöreranschluss: Für ein iPhone mit nur einem einzigen Lightning-Port spricht Apples Geringschätzung für veraltete Schnittstellen.

Apple soll bei der nächsten iPhone-Generation – dem vermeintlichen iPhone 7 – auf den 3,5 Millimeter Klinkenanschluss für Kopfhörer oder andere Audioausgabegeräte verzichten. Stattdessen sollen künftig sämtliche Audiosignale über die proprietäre Lightning-Schnittstelle, die derzeit vorrangig zur Datenübertragung und zur Stromversorgung von iOS-Geräten eingesetzt wird, geschickt werden, wie die oftmals in Sachen Apple gut informierte japanische Webseite Mac Otakara in Erfahrung gebracht haben will.

Sofern sich Apple beim iPhone 7 tatsächlich für den berichteten Verzicht auf den klassischen 3,5 Millimeter entscheidet, würde das natürlich erst einmal bedeuten, dass so gut will alle aktuell erhältlichen Kopfhörer nicht mehr ohne Weiteres zusammen mit dem kommenden Smartphone genutzt werden könnten. Das gilt auch für die seit 2012 mit iPhones ausgelieferten sogenannten EarPods. Mac Otakara nach soll Apple daher zusammen mit der nächsten iPhone-Generation neue Earpods mit Lightning-Anschluss vorstellen. Davon abgesehen würden die kommenden iPhone-Modelle natürlich wieder kabellose Bluetooth-Kopfhörer unterstützen und Apple habe auch an eine Form der Abwärtskompatibilität gedacht: So würde der Lightning-Port der kommenden iPhone-Generation einen Digital-Analog-Wandler integrieren, der es ermögliche, herkömmliche Kopfhörer mit Hilfe eines "Lightning auf 3,5 mm Klinke" Adapters schlussendlich doch mit dem Smartphone zu verbinden. Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen allerdings vermuten, dass sich Apple einen solchen Adapter gut bezahlen lassen dürfte.

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Angesichts dieser Spekulationen stellt sich jetzt natürlich die Frage: Warum sollte Apple überhaupt erwägen, auf den klassischen Kopfhöreranschluss zu verzichten? Nun, dem vorliegenden Informationen nach könnte einer der Gründe die äußerst Flache Konstruktion des iPhone 7 sein. Mac Otakara erwähnt eine maximale Chassis-Dicke von 6,1 Millimeter, womit es noch einmal 1 Millimeter dünner wäre als das ohnehin nur 7,1 Millimeter dicke iPhone 6s. Zu dem Bericht der Japaner passt schließlich auch noch, dass Apple bereits im Juni 2014 neue Spezifikationen für sein "Made For iPhone (MFi)" Programm herausgegeben hat, die es Zubehörherstellern erlauben, Kopfhörer mit Lightning-Anschluss zu produzieren. Bislang hat allerdings lediglich Philips zwei solche Kopfhörer-Modelle vorgestellt.

Bis es endgültig Klarheit bezüglich dieser Thematik gibt werden vermutlich noch ein paar Monate ins Land ziehen. Zwei Dinge lassen sich aber schon jetzt dazu sagen. Auf die klassische 3,5 Millimeter Klinke zu verzichten, wäre ein Schritt, der bestens zu Apples Haltung in Bezug auf solche scheinbar "veralteten" Schnittstellen passen würde. Zuletzt sorgten die Kalifornier in dieser Hinsicht mit der Vorstellung des MacBook mit 12 Zoll Retina-Display für eine Kontroverse, da dieses nur einen einzigen externen Anschluss (USB Typ-C) besitzt. In der iPhone-Geschichte sorgte im Jahr 2012 die Einführung der Lightning-Schnittstelle beim iPhone 5 für reichlich Diskussionen, da diese den über viele Jahre etablierten 30-Pin Dock-Anschluss in Rente schickte, für den es zu diesem Zeitpunkt unzählige Zubehörartikel gab.

Quelle: Mac Otakara

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