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Apple iPhone 6s Keynote - Diese Ankündigungen stehen Mittwochabend an (Bild 1 von 4)Bildquelle: Apple
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Ankündigungswelle?: Neben iPhones wird Apple morgen voraussichtlich neue iPads und einen leistungsfähigeren Apple TV enthüllen.

Der September ist da, das Laub färbt sich langsam wieder bunt, die Tage werden kürzer - und es ist Zeit für Apple, eine neue iPhone-Generation zu präsentieren. Vermutlich genau deshalb hält der kalifornische Technologieriese wie in den letzten fünf Jahren auch ein großes September-Event in San Francisco ab. Am morgigen Mittwoch, den 9. September um 19 Uhr deutscher Zeit wird Apple-Chef Tim Cook die Keynote in einer der größten Veranstaltungshallen, die der Konzern je gemietet hat, eröffnen. Nicht zuletzt deshalb rechnen Experten neben der Vorstellung des vermeintlichen iPhone 6s und des iPhone 6s Plus mit mehreren zusätzlichen signifikanten Ankündigungen.

Aufgrund zahlreicher durchgesickerte Infos zu bislang nicht offiziell vorgestellten Apple-Produkten in den vergangenen Monaten steht außer Frage, dass es während der morgigen Keynote einiges zu sehen geben wird. Allen voran der Reporter Mark Gurman der Webseite 9to5Mac war es aber, der zuletzt durch seine offensichtlich hervorragenden Kontakte zum Apple-Umfeld mit seinen Artikeln ein recht vollständiges Bild der kommenden Produkt-Line-up zeichnen konnte. Dank Gurman kennen wir Einzelheiten zu iPhone 6s und 6s Plus und wissen, dass Apple plant, morgen sowohl eine neue Apple TV Set-Top-Box als auch das riesige iPad Pro und das iPad mini 4 zu enthüllen. Die Kalifornier werden die gesamte Keynote wie gewohnt via Livestream übertragen, der auf diversen Apple-Geräten im Browser Safari und erstmals auch auf Windows-10-PCs in Microsofts neuem Browser Edge mitverfolgt werden kann.

iPhone 6s und 6s Plus

Trotz der Fülle an erwarteten Produktvorstellungen sollte das Highlight des morgigen Events die Präsentation neuer iPhones sein. Apple wird die Nachfolger von iPhone 6 und iPhone 6 Plus höchstwahrscheinlich dem bisherigen Namenschema seiner Smartphone-Familie folgend als iPhone 6s und iPhone 6s Plus bezeichnen. Wie es für Modelle der „S“-Generation so üblich ist, sollten die beiden Geräte außerdem genau das gleiche Design aufweisen wie ihre unmittelbaren Vorgänger – allerdings mit ein paar kleineren Anpassungen. Geleakte Bilder von Prototypen legten nahe, dass die neuen iPhones eine Nuance dicker sein werden als die 2014er Modelle, was zum einen in einer neuen Display-Technologie, zum anderen in der Verwendung einer härteren Aluminium-Legierung, die auch bei der Apple Watch Sport zum Einsatz kommt, begründet sein könnte.

Aus Marketingsicht das wichtigste neue Feature von iPhone 6s und 6s Plus dürfte das von Gurman als „3D Touch Display“ beschriebene Touchscreen sein. Bei diesem soll es sich um eine Technologie handeln, die erstmals bei dem auf unterschiedliche Druckstufen reagierenden „Force Touch Display“ der Apple Watch zum Einsatz kam, für die neuen iPhones aber noch einmal weiterentwickelt wurde. Durch das 3D Touch Display könnten die kommenden Apple-Smartphones beispielsweise bei einem leichten Antippen des Touchscreens andere Aktionen auslösen als bei einem festen Drücken. Auch die Implementation zusätzlicher Menüs in die iOS-Oberfläche wäre dank der Technik vorstellbar.

Natürlich kann ein Smartphone-Flaggschiff im Jahr 2015 aber nicht allein mit kosmetischen Anpassungen und technischen Spielereien überzeugen. Es muss auch neueste Hardware mitbringen. Apple soll iPhone 6s und 6s Plus daher unter anderem mit dem schnelleren A9-Prozessor und - erstmals in der iPhone-Historie - 2 Gigabyte RAM ausstatten. Hinzu kommen angeblich eine deutlich aufgewertete Hauptkamera auf der Rückseite, die einen 12-Megapixel-Sensor besitzt und Videos maximal mit 4K-Auflösung aufzeichnet, sowie eine neue Frontkamera mit 5-Megapixel-Sensor und Software-gestützter Blitz-Funktion. Außerdem sind scheinbar weitere Verbesserungen für den Fingerabdrucksensor Touch ID im Anmarsch.

Für alle, die sich daran stören, dass sich iPhone 6s und 6s äußerlich zu wenige von den Vorgängern unterscheiden, wird Apple im Übrigen wie es aussieht auch eine Lösung parat haben. Die neuen Modelle sollen neben den etablierten Farbvarianten erstmals auch in Roségold angeboten werden.

Apple TV

Die Set-Top-Box Apple TV hat Apple mittlerweile seit knapp drei Jahren nicht mehr aktualisiert. Es dürfte also niemanden überraschen, dass die Kalifornier in diesem Bereich an etwas Neuem gearbeitet haben. Am Mittwochabend soll allerdings ein neues Apple TV Modell vorgestellt werden, das die kleine schwarze Streaming-Box wahrlich in bislang unerreichbare Sphären vorstoßen lassen könnte.

Ein wichtiger Grund für diese Annahme und offenbar zentrales Element des neuen Apple TV ist der eigens dafür angedachte App Store. BuzzFeed News hatte zuerst darüber informiert, dass Apple Entwicklern die Möglichkeit geben wird, Apps und Spiele speziell für Apple TV und die große Wohnzimmerbühne anzupassen. Was das konkrete bedeutet und wie umfangreich das App-Angebot ausfallen wird muss das anstehende Event zeigen, aber es ist leicht auszumalen, dass ein App Store den Funktionsumfang und die Möglichkeiten von Apple TV deutlich erweitern wird. Apple soll vorhaben, Apple TV künftig gerade auch als Spiele-Plattform zu pushen.

Software-seitig wird auf dem neuen Apple TV vorliegenden Informationen nach eine Variation von iOS 9 zusammen mit einem brandneuen, für die Wohnzimmerunterhaltung geeigneten Interface laufen. Laut BuzzFedd hat Apple dabei auch die digitale Sprachassistentin Siri nicht vergessen und sie sogar zu einem zentralen Bedienelement gemacht. Aktiviert werden kann die Sprachsteuerung über eine Fernbedienung, in der ein Mikrofon integriert ist und die zusätzlich mit einem Touchpad aufwartet. Das Navigieren durch Menüs sowie das Finden beziehungsweise Auswählen und Aufrufen von Inhalten soll durch Siri, die neue Fernbedienung und eine ausgeklügelte Suchfunktion sehr einfach und intuitiv sein.

All diese neuen Funktionen setzen selbstverständlich auch mehr Hardware-Leistung voraus. Das kommende Apple TV Modell soll laut 9to5Mac etwas kompakter ausfallen als das bisherige und mit dem vom iPhone 6 her bekannten A8-Prozessor ausgestattet sein. Das mag auf den ersten Blick etwas enttäuschen, es muss aber berücksichtigt werden, dass Apple TV stets mit einer Steckdose verbunden sein wird. Der A8-Chip könnte in dem kleinen Kästchen demnach beispielsweise höher getaktet sein als im letztjährigen Smartphone. Zum Prozessor sollen sich 8 oder 16 Gigabyte Flash-Speicher gesellen, was nicht viel wäre. Die Preise könnten Berichten nach bei 149 US-Dollar beginnen.

iPad Pro

Seit einem Jahr, wenn nicht sogar länger, gibt es mittlerweile Gerüchte rund um ein größeres iPad-Modell von Apple. Wie 9to5mac kürzlich erfahren haben will, werden die Kalifornier dieses eventuell iPad Pro genannte Tablet am Mittwochabend endlich offiziell ankündigen. Absolut sicher ist die Vorstellung wohl nicht, aber wenn nicht morgen, dann dürfte es das Gerät spätestens im Oktober zu sehen geben.

Das iPad Pro wird durchgesickerten Informationen nach ein riesiges, hochauflösendes 12,9 Zoll Display besitzen und sich damit genau zwischen 12 Zoll MacBook und 13,3 Zoll MacBook Pro einreihen. Auch jenseits des großen Bildschirms soll es sich um ein absolutes High-End-Produkt handeln. So darf mit mindestens 2 Gigabyte RAM und wenigstens 64 Gigabyte Flash-Speicher sowie einer Version des neuen A9-Prozessors gerechnet werden. Da Apple mit dem iPad Pro Gerüchten nach vor allem auch Business-Kunden ansprechen möchte, könnte das Tablet mit zusätzlichen externen Anschlüssen wie einem einem USB Typ-C Port aufwarten.

Genau wie bei iPhone 6s und 6s Plus soll das auffälligste Feature des iPad Pro ein druckempfindliches 3D Touch Display sein. Vielleicht eignet sich die Technik für das riesige Tablet sogar besser als für alle anderen Apple-Produkte, da sich die große Touchscreen-Fläche förmlich dafür anbietet und diverse Anwendungsmöglichkeiten, sei es zum Interagieren mit Bedienelementen oder während des Spielens, bereithalten dürfte.

Um den Fähigkeiten des iPad Pro besser Rechnung tragen und es zugleich von den kleineren iPad-Modellen abgrenzen zu können, wird Apple für das iPad Pro laut 9to5Mac auch zwei essentielle Accessoires anbieten. Einen Stylus, mit dem sich eleganter mit dem drucksensitiven Display arbeiten lässt, sowie eine passende Tastatur-Hülle. Wie es aussieht, werden die beiden Zubehörartikel aber nur optional erhältlich sein und nicht direkt mitgeliefert.

Das für die Features des iPad Pro nötige Software-Grundgerüst wird den Angaben von 9to5Mac nach erst das kommende iOS 9.1 liefern. Selbst wenn Apple sein neues Riesen-Tablet morgen vorstellt, wird es also höchstwahrscheinlich noch ein Weilchen dauern bis es Interessenten auch tatsächlich kaufen können. Laut Insiderinformationen soll die Vorbestellungsphase im Oktober beginnen und der Marktstart dann irgendwann im November erfolgen. Die Preise dürften sich in Sphären der MacBook Air- oder sogar MacBook-Familie bewegen.

iPad mini 4

Ein iPad kommt selten allein. Das hat sich Apple womöglich gedacht und offenbar die Vorstellung des iPad mini 4 zusätzlich zum iPad Pro angesetzt. Falls die Angaben von 9to5Mac auch in diesem Fall akkurat sein sollten, wird die neue Ausgabe des kleinsten iPads in diesem Jahr die Hardware des iPad Air 2 erhalten. Es darf also mit 2 Gigabyte RAM, dem A8- oder gar A8X-Prozessor und einem flacheren Gehäuse gerechnet werden. Beim 7,9 Zoll Display sollte sich hingegen nichts Wesentliches ändern.

Und sonst?


Auch wenn die meisten jetzt vermutlich auch noch mit der Auflistung des iPad Air 3 gerechnet haben, wird dieses Tablet morgen nach allem was wir bislang gehört haben nicht vorgestellt – und damit wohl auch nicht mehr in diesem Jahr. Der Grund dafür ist unklar, eventuell möchte Apple aber dem iPad Pro zur Markteinführung einfach einen möglichst großen technologischen Vorsprung zur restlichen iPad-Familie gewähren, um den Kaufanreiz zusätzlich zu befeuern.

Neben all den genannten Produktvorstellungen erwartet die Gerüchteküche außerdem ein paar Neuigkeiten zur Apple Watch und zu iOS 9. Die Apple Watch wurde vor fast genau einem Jahr offiziell präsentiert und ist seit April 2015 im Handel erhältlich. Mit einem neuen Smartwatch-Modell muss demnach noch nicht gerechnet werden, aber Apple könnte sowohl einen Termin für die Verfügbarkeit des watchOS 2 Updates als auch neue Uhrenarmbänder ankündigen. Bezüglich iOS 9 ist ebenfalls mit keinen dramatischen Neuigkeiten zu rechnen, aber, da iPhone 6s und 6s Plus sicherlich mit dem neuen Betriebssystem ausgeliefert werden, dürfte Apple das Datum nennen, an dem der Download der finalen Fassung für alle Nutzer erhältlich sein wird.

Quelle: 9to5Mac, Apple, BuzzFeed News

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