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  3. Apple: Erste Eindrücke vom 15,4-Zoll Macbook Pro mit Retina Display

Beschreibung
Mit der Neuauflage des MacBook Pro 15 Zoll Modells kehrt Apple zurück zu alten Tugenden. Unter Rücksichtnahme auf professionelle Nutzer wurden alle Aspekte verbessert – ohne alte Stärken zu vernachlässigen.

Unser Ersteindruck, ohne auf den erwartungsgemäß respektablen Preis zu schielen, ist jener, es besitzen zu wollen. Seit jeher steht das MacBook Pro bei Studenten, Fotografen oder Filmleuten hoch im Kurs und das Erfolgskonzept wird mit einem konsequenten Ausbau der Schlüsselkompetenzen fortgeführt. Das unverwüstliche Unibody-Gehäuse ist mit einer geschrumpften, durchgängigen Bauhöhe von 18 Millimetern rund ein Viertel schlanker als der Vorgänger und minimal dicker als das MacBook Air. Trotz der tadellosen Verarbeitung und robusten Materialien wiegt das MacBook Pro nur etwas mehr als 2 Kilogramm und setzt damit Maßstäbe in Sachen Mobilität von professionellen 15-Zoll Geräten. An keiner Stelle lässt das Gehäuse ein Nachgeben auf Druck erkennen, der Displaydeckel bietet höchstmögliche Verwindungssteifheit. Das MacBook Pro lässt sich wie alle mobilen Notebooks des Herstellers mit einer Hand öffnen ohne die Basiseinheit zu heben und lässt damit perfekte Balance erkennen.

Nach wie vor zählen die Eingabegeräte der Apple MacBook Pro Modelle zu den Besten im Notebookbereich. Vor Ort hatten wir den Eindruck, dass der Druckpunkt der hintergrundbeleuchteten Chiclet-Tastatur sogar noch etwas knackiger gestaltet wurde. Das Trackpad arbeitet intuitiv, sensibel und direkt. In der kurzen Zeit des Presse-Events war es uns leider nicht möglich das „Dictation“-Feature auszuprobieren. Apple hat im linken Bereich des MacBook Pro zwei Mikrofone verbaut und will damit Hintergrundgeräusche bei Spracheingaben minimieren. Wir versprechen uns viel von der Diktierfunktion als direktes Interface und liefern unsere Erfahrungen natürlich im ausführlichen Test der neuen Modelle nach.

Die verbauten Schnittstellen offenbaren ein kleines Eingeständnis an die Industrie, um zwei USB 3.0 Ports kommt auch Apple mit der starken Thunderbolt Schnittstelle nicht drum herum. Letztere ist gleich zweimal vertreten. Apple fährt bei den 15,4-Zoll MacBook Pros zweigleisig, neben dem „Next Generation“ MacBook Pro Modell mit Retina Display und ohne optisches Laufwerk, um das sich dieses Hands-On dreht,wird auch die bisherige Produktlinie mit optischem Laufwerk fortgeführt. Das neue Modell mit 18 Millimeter Bauhöhe bietet wie erwähnt keinen Platz für ein optisches Medium. Neu ist auch der vollwertige HDMI-Ausgang für die Anbindung externer Bildschirme. Mit dem SD-Kartenleser, der FaceTime HD Webkamera mit 0,9 Megapixel Auflösung, den Stereomikrofonen und dem Kopfhörerausgang wird die Ausstattung komplettiert. Ein Gigabit-LAN Port ist nicht vorhanden, für diesen Anschluss muss ein extra Thunderbolt-Ethernet-Adapter gekauft werden. Drahtlos kommuniziert das MacBook Pro über WLAN b/g/n und Bluetooth 4.0.

An Neuerungen auf Seiten der Software wurde uns eine vereinfachte Oberfläche mit bequemeren Bildverbesserungen im Bildbearbeitungsprogramm Aperture vorgeführt. Auch Adobe Photoshop soll die Vorteile des Retina Bildschirms nutzen können.

Auf dem Prüfstand
In den „Next Generation“ Macbook Pro Modellen kommen Intel Core i7 Vierkernprozessoren mit 2,3 bis zu 2,7 GHz Basistakt (im Falle des Intel Core i7-3820QM) zum Einsatz. Acht Gigabyte DDR3 Arbeitsspeicher mit 1.600 MHz Takt gehören zur Basisausstattung, maximal können 16 GB konfiguriert werden. Zwischen der integrierten Intel HD Graphics 4000 Grafiklösung und der dedizierten Nvidia Geforce GT 650M Grafikkarte kann je nach Auslastung automatisch gewechselt werden. So erzielt das Apple MacBook Pro bis zu 7 Stunden Laufzeit, erste Tests zeigen sogar bis zu 8 Stunden an. Besonders der SSD Flash-Speicher trägt mit Geschwindigkeiten um die 400 MB/s maßgeblich zur gefühlt starken Performance bei. Die Präsentation von Apple beinhaltete auch die Vorführung der Schnittsoftware Final Cut Pro mit mehreren FullHD Videospuren und deren Wiedergabe in Echtzeit. Bis zu 768 GB SSD-Speicher können verbaut werden, wer mehr Platz braucht muss die externe Lösung über Thunderbolt wählen.

Dieser Teil der Produktvorstellung drehte sich auch um das Schlüsselmerkmal, das 15,4 Zoll Retina Display mit der einzigartigen Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel. Das Display erlaubt ein FullHD Fenster in der Videoschnittsoftware und diverse Fenster für Werkzeuge und Arrangements drum herum. Die Farben, die Schärfe und die Blickwinkel des IPS-Panels sind absolut brillant. Die Reflexionen des glänzenden Displays konnten laut Apple um 75 Prozent gesenkt werden, einen Einsatz im Freien konnten wir leider noch nicht testen. Die durchschnittliche Helligkeit schätzen wir auf maximal 400 Candela pro Quadratmeter, angesichts der hohen Pixeldichte von 220 Pixel pro Zoll (ppi) ist das ein guter Wert. Der Schwarzwert und das Kontrastverhältnis können überzeugen, genauere Messergebnisse liefern wir im ausführlichen Testbericht. Die maximale Lautstärke des Audiosystems konnten wir kurz austesten, das Klangbild ist rund und alle Frequenzen klingen klar, wenn auch nicht so kraftvoll.

Fazit
Das „Next Generation“ Apple MacBook Pro beeindruckt mit seinem verfeinerten Design, der starken Leistung und dem konkurrenzlosen Retina Display. Es dürfen eine hohe Anwendungsleistung und Benutzerfreundlichkeit erwartet werden. Kreativen in den Bereichen Foto, Video und Audio wird mit dem MacBook Pro ein unschlagbares, mobiles Arbeitsgerät in die Hand gegeben. Derartige Premium-Qualität hat natürlich ihren Preis, welcher bei 2.279 Euro für die Einstiegskonfiguration nicht gerade niedrig angesiedelt ist. Käufer sollten ihre Konfiguration mit Bedacht wählen, die geringe Bauhöhe erfordert aufgelötete Komponenten. Einmal ausgewählte Kapazitäten für die Festplatte und den Arbeitsspeicher sowie das Prozessor-Modell lassen sich im Nachhinein nicht aufrüsten.

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