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  3. Apple: Anonymous veröffentlicht 1 Mio. Datensätze aus FBI Hack

Anonymous-Aktivisten haben über einen Twitter-Account Downloadlinks veröffentlicht die zu einer Datei führen in welcher eine Million iOS-Geräte-IDs aufgeführt wurden. Neben den Seriennummern, den sogenannten Unique Device Identifiers (UDID), enthält die Liste mitunter aber auch private Details wie den Gerätenamen (beispielsweise“Kai iPhone“) sowie die Gerätetypen, Adressen, Telefonnummern, die Emailadresse und mehr. Die Liste stammt angeblich aus dem Laptop eines FBI-Mitarbeiters. Über eine Schwachstelle in Java sollen sich die Hacker Zugriff auf das Gerät verschafft haben. Auf dem Desktop fanden sie neben 12,3 Millionen UDIDs auch Nutzernamen, Mobilnummern, Adressen und Postleitzahlen von US-Bürgern. App-Entwickler nutzen die UDID, um einzelne Nutzer zu identifizieren und deren Nutzungsverhalten aufzuzeichnen. Die Hacker sagten aus, dass es keinen konkreten Hinweis darauf gibt, zu welchem Zweck der FBI-Mitarbeiter diese Liste geführt hat.

Das FBI dementierte mittlerweile, dass die Daten von einem FBI-Mann stammen. "Zur Zeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass ein FBI-Laptop kompromittiert worden sei."Am Mittwochabend bezog nach dem FBI auch Apple Stellung zu der Liste. Weder wurde diese vom FBI angefordert, noch habe das Unternehmen diese an irgendeine Organisation weiter gegeben. Das Apple derart viele Daten zu Kunden sammelt und diese nun in fremde Hände gelangten, wurde hingegen nicht bestritten. Anonymous geht davon aus, dass das FBI derartige Listen zur Überwachung nutze. Nachdem also sowohl das FBI, als auch Apple nach eigenen Angaben nicht wissen, wo die fraglichen Datensätze herkommen ist ein genauer Hergang weiterhin unklar. Fakt ist, dass Apple in Besitzer solcher Listen ist und das Nutzungsverhalten seiner Benutzer zusammen mit Adressen und Kontakten speichert.

Quelle: Heise, Anonymous

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