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Android 9 Pie: Google liefert fertige Fassung für Pixel-Phones aus (Bild 1 von 3)Bildquelle: Google
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Neues Dessert: Google nennt die diesjährige Android-Version 9 offiziell Pie und liefert diese bereits für die eigenen Pixel-Geräte aus.

Google hat die fertige Fassung der neusten Android-Hauptversion veröffentlicht und deren offiziellen Kosenamen bekanntgegeben. Android P wird fortan als Android 9 „Pie“ bekannt sein und soll ab Herbst dieses Jahres für erste Geräte, die nicht am Beta-Programm von Google teilgenommen haben, erscheinen.

Für Besitzer eines Google-Smartphones der Pixel-Reihe steht Android 9 Pie ab sofort zum Download bereit, und zwar ganz gleich, ob nun zuvor Interesse an den Beta-Versionen bestand, oder nicht. Das OTA (over the air) Update wird von Google allerdings in Wellen verteilt, weshalb es sein kann, dass es bei dem ein oder anderen ein bisschen dauert, bis die neue OS-Version tatsächlich installiert werden kann. Alterativ bietet Google natürlich auch in gewohnter Manier Images von Android 9 zum Herunterladen an, die dann allerdings von Nutzer mit dem nötigen Know-how manuell aufgespielt werden müssen.

Android 9 Pie konnte zum ersten Mal im vergangenen Mai in einer Beta-Fassung von Endanwendern auf unter anderem einem der Pixel-Geräte installiert werden. Diese Version enthielt zwar noch Fehler, brachte aber die meisten der relevanten Neuerungen der diesjährigen Android-Ausgabe bereits mit. Google bewirbt vorrangig die KI (Künstliche Intelligenz) Features von Android Pie, die beispielsweise dafür eingesetzt werden, um häufig und weniger häufig genutzte Apps sowie Dienste zu erkennen, Hintergrundprozesse anzupassen und so Akkulaufzeit zu optimieren. Ganz ähnlich funktioniert auch die Erkennung der vom Nutzer bevorzugten Bildschirmhelligkeit.

Die auf den ersten Blick aber wohl auffälligste Änderung von Android 9 ist die neue Gesten-basierte Navigation auf dem Homescreen. Es gibt nicht mehr die drei für Android so typischen On-Screen-Bedienelemente „Zurück“, „Home“ und „Multi-Tasking“, sondern zunächst ist lediglich zentral am unteren Bildschirmrand eine Home-Schaltfläche in Form eines waagrechten Strichs zu sehen. Wird von diesem aus kurz nach oben gewischt, öffnet sich die Task-Ansicht, über die beispielsweise zwischen Apps hin und her gewechselt werden kann. Ein etwas weiterer Wisch nach oben öffnet hingegen die Übersicht aller auf dem Gerät installierten Apps. Ein Wisch von der Home-Schaltfläche aus nach rechts erlaubt den schnellen Wechsel zwischen den zuletzt genutzten Apps und ein etwas längeres Antippen öffnet den Google Assistant. Bei der Navigation und in Apps wird außerdem auch wieder ein Zurück-Button eingeblendet.

Weitere neue Features von Android Pie sind sogenannte „App-Actions“ sowie „Smart Reply“ und „Slices“. App-Actions erlauben dem Nutzer häufig benötigte Aktionen direkt von der Android-Oberfläche aus zu starten, ohne dafür extra eine App öffnen zu müssen. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa eine Google Maps Route, die des Öfteren gestartet werden muss. Smart Reply gibt den Anwendern die Option an die Hand, auf Nachrichten direkt in der Benachrichtigungszentrale zu antworten. App Slices schließlich sind App-Inhalte, die sich direkt in der Google-Suche einblenden lassen. Google benötigt für die Fertigstellung dieses Features allerdings noch etwas Zeit, so dass es erst im Herbst nachgereicht werden wird.

Ebenfalls noch nicht ganz fertig ist ein Bereich von Android Pie, den Google als „Digital Wellbeing“ bezeichnet. Diese OS-Funktion überwacht die Aktivitäten des Nutzers und informiert bei Bedarf beispielsweise über eine zu lange Nutzungsdauer einzelner Apps, schaltet die Bildschirmdarstellung ab einer bestimmten Uhrzeit in einen Schwarzweiß-Modus, was die ablenkende Wirkung des Smartphones vermindern soll, oder versetzt das Gerät des Nachts automatisch in den Nicht-stören-Modus. Allen Nutzern, die bereits Android Pie auf einem Pixel-Smartphone installiert haben, gewährt Google ab sofort Beta-Zugang zum Digital-Wellbeing-Feature. Dafür muss lediglich der Beschreibung auf dieser Webseite Folge geleistet werden.

Komplettiert werden die wichtigsten Android Pie Änderungen durch neue APIs, die es erlauben, Apps besser für großflächige, fast randlose Displays mit kleiner Aussparung beziehungsweise sogenannter „Notch“ anzupassen sowie Verbesserungen an der Profil-Verwaltung des Betriebssystems. Letztere gestattet es unter anderem, ein Gerät effizienter sowohl für private als auch berufliche Belange zu nutzen, da Benachrichtigungen lediglich von Apps angezeigt werden, die mit dem gerade aktiven Profil verknüpft wurden.

Google beschreibt alle Verbesserungen, Neuerungen und Änderungen von Android 9 Pie detailliert in einem Beitrag auf dem Android Entwickler Blog.

Quelle: Google (Android Dev Blog)