1. Startseite
  2. News
  3. Analyst: Erste Macs mit ARM-Prozessor kommen 2020 oder 2021

Analyst: Erste Macs mit ARM-Prozessor kommen 2020 oder 2021 (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
Fotogalerie (1)
MacBook Pro: Sofern die aktuellen Gerüchte nicht komplett daneben liegen, wird Apple bereits in wenigen Jahren leistungsstarke eigene Chips in seinen Notebooks verbauen.

Apple wird - mindestens - über die kommenden fünf Jahre hinweg auf das Unternehmen TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) als wichtigsten Prozessorhersteller vertrauen. Das geht aus einer aktuellen Notiz des Analysten Ming-Chi Kuo hervor, der es in den vergangenen Jahren aufgrund guter Kontakte in Apples Zuliefererkreise und daraus resultierenden akkuraten Zukunftsprognosen zu einem gewissen Bekanntheitsgrad in der Technologiebranche gebracht hat. Besonders interessant an Kuos jüngsten Angaben, die unter anderem Apple Insider vorliegen, erscheint, dass Apple darin die Verwendung von TSMC gefertigten Hauptprozessoren ab spätestens 2021 in Macs sowie zwischen 2023 und 2025 in einem neuartigen Automobilprojekt nachgesagt wird.

Der Analyst geht in seinem aktuellen Schreiben davon aus, TSMC werde sowohl für den im nächsten Jahr erwarteten „A13“ SoC (System on a Chip) als auch für den 2020 geplanten „A14“ der alleinige Auftragsfertiger Apples bleiben. Darüber hinaus sollte das taiwanische Unternehmen laut Kuo leistungsfähigere A-Serie-Chips, die für den Einsatz in Macs geeignet sind, ab 2020 oder 2021 produzieren.

Der größte Vorteil für Apple an einem Zukunftsszenario, in dem Apple- statt Intel-Prozessoren in den Produktreihen MacBook, MacBook Pro, Mac mini und so weiter zum Einsatz kommen, wäre den Angaben von Kuo nach die totale Kontrolle über die Entwicklung aller wichtigen Komponenten, die für Macs relevant sind. Was dies dem Unternehmen konkret nützt, ist seit langem eindrucksvoll anhand der technologischen Fortschritte sowie enormen Profite, die Jahr für Jahr mit neuen iPhones und iPads erzielt werden können, nachzuvollziehen. Fraglich erscheint allerdings, ob ein Wechsel von x86- auf ARM-basierten Chips bei Macs unter Geschäftskunden oder kreativen Profis gut ankommen kann. Apple könnte Gefahr laufen, gerade seine treusten und zahlungskräftigsten Nutzer zu vergraulen, die häufig auf spezialisierte x86-Software, weit verbreitete Virtualisierungslösungen oder andere Standardprogramme vertrauen.

Das Gerücht um einen Wechsel Apples von Intels Core-Prozessoren auf eigene Chips für das Mac-Portfolio ist nicht neu. Zuletzt wurde dieser Schritt von Bloomberg für frühestens 2020 vorhergesagt. Unabhängig von einer konkreten Jahreszahl, es würde wohl immer eine drastische Veränderung für Mac-Hard- und Software bedeuten. Eventuell wird Apple versuchen, diese Tatsache zu lindern, indem zunächst lediglich ein Produkt wie das 12 Zoll MacBook mit einem A-Serie-Chip und dafür angepasster Software für Endkunden verfügbar gemacht wird. Weitere Mac-Produktreihen könnten dann in der Folgezeit nach und nach für die neue CPU-Architektur bereit gemacht werden.

Kuo geht abschließend auch noch davon aus, Apple werde von TSMC gefertigte Chips irgendwann zwischen 2023 und 2025 für ein dann marktreifes Automobilprojekt verwenden. Die Chips könnten beispielsweise für die Navigation sowie die automatische Fahrzeugsteuerung zuständig sein.

Quelle: Apple Insider