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AMD Ryzen: Verkaufsstart der Desktop Prozessoren ab 2. März (Bild 1 von 1)Bildquelle: AMD
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Ryzen 7: Die ersten Ryzen-CPUs, die AMD auf den Markt bringt, sind drei High-End-Modelle für Workstation- oder Gaming-PCs mit acht Kernen und Taktraten deutlich über 3 Gigahertz.

AMD ist mit seiner neuen Prozessor-Generation Ryzen am Ziel - oder zumindest an einem der marktstrategischen Etappenziele - angelangt. Wie der CPU- und GPU-Hersteller gestern auf dem "Ryzen Tech Day" in San Francisco, USA bekannt gab, können die drei leistungsfähigsten Ryzen-Modelle für Desktop-PCs ab sofort bei einzelnen Partnern im internationalen Handel vorbestellt werden. Der offizielle Marktstart wird dann in der kommenden Woche Donnerstag, den 2. März erfolgen.

Während des Launch-Events für die Ryzen-Familie nannte die sichtlich stolze AMD-Chefin Lisa Su die offiziellen Modellbezeichnungen, die wichtigsten Spezifikationen sowie die Preise der neuen Desktop-Prozessoren, die ab März sowohl einzeln als auch in Desktop-System integriert auf dem Markt erhältlich sein werden. Schnell klar wurde dabei, dass AMD den Erzkonkurrenten Intel mit Ryzen nicht nur in Punkto Preis, sondern auch, was für PC-Enthusiasten noch bedeutender ist, bezüglich Leistung gehörig unter Druck setzen wird.


Die neuen CPU-Topmodelle von AMD gehören alle zur sogenannten Ryzen 7 Reihe, welche mit acht Rechenkernen und Unterstützung für SMT (Hyper-Threading) auftrumpfen kann. Eine Ryzen 7 CPU kann somit also bis zu 16 Threads parallel abarbeiten. Das Flaggschiff der Baureihe trägt die Bezeichnung "Ryzen 7 1800X" und kostet 499 US-Dollar im Einzelhandel. Der Prozessor arbeitet mit einem Basistakt von 3,6 beziehungsweise einem Turbo-Takt von bis zu 4,0 Gigahertz und schlägt laut Herstellerangaben die mehr als doppelt so teure Octa-Core-CPU Intel Core i7-6900K in einigen bedeutenden Benchmarks.

Die beiden anderen Ryzen 7 Modelle mit acht Kernen hat AMD "Ryzen 7 1700X" und "Ryzen 7 1700" getauft. Sie unterscheiden sich hinsichtlich Preis, Taktraten und Stromverbrauch. Während der Ryzen 7 1700X mit einem Grundtakt von 3,4 und einem Turbo-Boost von 3,8 Gigahertz, einer TDP (Thermal Design Power) von 95 Watt sowie einem Preis in Höhe von 399 US-Dollar dem Flaggschiff Ryzen 7 1800X in vielerlei Gesichtspunkten sehr ähnlich ist, ist der Ryzen 7 1700 die energieeffiziente Einsteigervariante, die es aber dennoch mit dem aktuellen Intel-Desktop-Topmodell der Kaby Lake Reihe Core i7-7700K aufnehmen können soll. Ryzen 7 1700 arbeitet mit 3,0 bis zu 3,7 Gigahertz Taktfrequenz sowie einer TDP von 65 Watt und kostet mit 329 US-Dollar zudem weniger als das Intel-Pendant.

Passend zu den drei Prozessoren werden laut AMD alle namhaften Mainboard-Hersteller Hauptplatinen mit geeigneten Chipsätzen auf den Markt bringen. Darüber hinaus sollen im Laufe des März und in den Folgemonaten zahlreiche Komplettsysteme - vorrangig Gaming-PCs - mit der neuen AMD-Plattform im Handel erscheinen.

Die kleineren und noch günstigeren Ryzen-Ausführungen für den Desktop mit sechs und vier Kernen nennt AMD Ryzen 5 respektive Ryzen 3. Diese CPUs sollen im zweiten Quartal 2017 eingeführt werden. In der zweiten Jahreshälfte plant AMD dann den Start erster Ryzen-CPUs für den Mobilgeräte- beziehungsweise Notebook-Markt. Nähere Informationen zu diesen Exemplaren liegen aber im Moment noch nicht vor.

Quelle: Anandtech

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