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AMD Raven Ridge: Leistungsstarke Ryzen-Notebook-APUs vor dem Start (Bild 1 von 1)Bildquelle: AMD
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Ryzen Mobile: Die neuen Raven Ridge Chips sind die ersten 45 Watt Zen-Prozessoren von AMD, die für den Einsatz in High-End-Notebooks ausgelegt sind.

AMD hat die wichtigsten Details zu seinen neuen High-End-APUs für Notebooks, Codename "Raven Ridge", bekanntgegeben. Das Topmodell unter AMDs Notebook-Prozessoren wird demnach schon bald der Ryzen 7 2800H sein. Eine Stufe darunter angesiedelt ist der neue Ryzen 5 2600H. Beide Modelle weisen laut Hersteller vier CPU-Kerne, eine Radeon Vega Grafikeinheit und eine Thermal Design Power (TDP) von 45 Watt auf.

Die neuen Raven Ridge APUs sind im Endeffekt für Mobilgeräte angepasste Desktop-Ryzen-Chips und nach den Ryzen-Prozessoren mit 15 Watt nun AMDs erste 45 Watt Modelle für den Notebook-Markt. Wie Intels Coffee Lake-H Chips werden die Raven Ridge APUs im 14-Nanometer-Prozess gefertigt und können von den Notebookfabrikanten bei Bedarf mit einer variablen TDP konfiguriert werden. Der TDP-Bereich liegt zwischen 35 und 54 Watt, sodass die Hersteller je nach Chassistyp und vorhandenem Kühlsystem eine niedrigere oder höhere Einstellung verwenden können, was den Chips je nachdem etwas weniger oder etwas mehr Performance entlockt.

Beide APU-Modelle unterstützen DDR4-RAM mit bis zu 3200 Megahertz sowie SMT (Simultaneous Multithreading) für die parallele Verarbeitung von bis zu acht Threads und verfügen über eine Vega-Grafiklösung. Während der Ryzen 7 2800H allerdings eine Vega 11 GPU integriert und mit einem CPU-Basistakt von 3,3 und einer maximalen Turbo-Frequenz von 3,8 Gigahertz rechnet, bietet der Ryzen 5 2600H eine leistungsschwächere Vega 8 GPU sowie einen CPU-Basistakt von 3,2 und eine maximale Turbo-Frequenz von 3,6 Gigahertz.

Im Vergleich zu Intels Coffee Lake-H Chips mit bis zu sechs Kernen setzt AMD also auf eine leistungsfähige integrierte Grafikeinheit in Kombination mit einem relativ hohen CPU-Basistakt. Die Frage, ob das ausreichen wird, um sowohl Notebook-Hersteller als auch Verbraucher in größerer Zahl davon zu überzeugen, auf AMD statt auf Intel im High-End-Segment des Marktes zu setzen, muss bis auf Weiteres unbeantwortet bleiben. Zu Preisen oder einem offiziellen Marktstarttermin der neuen APUs hat sich AMD noch nicht geäußert.

Quelle: AMD #1, #2