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AMD präsentiert Radeon Pro 400 Serie, die Grafkchips im neuen MacBook Pro (Bild 1 von 1)Bildquelle: AMD
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Radeon Pro 400 Serie: AMDs neue Grafikkartenreihe für Notebooks setzt sich zusammen aus den Modellen Radeon Pro 450, 455 und 460.

Nach der Vorstellung von Apples 2016er MacBook Pro Generation gestern Abend hat auch AMD neue Notebook-Grafikkarten der Serie Radeon Pro 400 offiziell angekündigt. Damit sind nun technische Details zu den drei energieeffizienten Polaris-GPUs, die im 15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar verbaut werden, bekannt.

Die neue Laptop-Line-up von AMD setzt sich zusammen aus der Radeon Pro 450, der Radeon Pro 455 und der Radeon Pro 460. Alle drei basieren wie die Desktop-Grafiklösung Radeon RX 480 auf der Polaris-Architektur und werden im 14nm FinFET Herstellungsverfahren produziert. Etwas überraschend kommen alle drei außerdem mit einer TDP (Thermal Design Power) von unter 35 Watt aus.

Für die neuen, mit sehr geringer Bauhöhe aufwartenden MacBook Pro Modelle von Apple ist AMDs Radeon Pro 400 Serie auch deshalb so gut geeignet, weil sie die bislang dünnsten Grafikprozessoren des Chipherstellers beheimatet. All die Optimierungen hinsichtlich Energieeffizienz und Abmessungen haben allerdings auch ihren Preis: Performance. AMD verspricht zwar ordentliche Leistung für Anwender im kreativen Bereich wie Designer, Fotografen oder Filmemacher, aber Spieler sollten ihre Erwartungen absolut im Zaum halten.

Technische Daten der AMD Radeon Pro 400 Serie:


Die kleinste der neuen AMD-Grafikeinheiten, die Radeon Pro 450, ist das Modell, welches Apple in der 2699 Euro teuren Basiskonfiguration des neuen 15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar verbaut. Die dafür aufgeführte maximale FP32 Performance von rund einem Teraflop ist weniger als die Hälfte der rund 2,2 Teraflops, auf die die Desktop-Grafikkarte RX 460 kommt. Eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden muss an dieser Stelle somit, dass Nvidias Pascal-basierte Laptop-GPUs der GeForce GTX 10 Serie in einer völlig anderen Leistungsklasse spielen.

Bei all dem muss allerdings zugleich bedacht werden, innerhalb welchem Power-Budget AMDs Radeon Pro 400 Reihe arbeitet. Damit kann oder will Nvidia derzeit nicht konkurrieren und es dürfte einer der wichtigsten Gründe gewesen sein, warum Apple auch in diesem Jahr wieder AMD anstelle von Nvidia bevorzugt. Für Profis oder Leute, für die Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, besteht davon abgesehen die Möglichkeit, ein neues 15 Zoll MacBook Pro mit einer Radeon Pro 460 zu erwerben, die technisch sehr nahe an die Desktop RX 460 heranreicht, jedoch aufgrund von niedrigeren Taktraten nicht ganz deren Performance bieten kann. Viele aktuelle Spiele sollten damit aber zumindest mit hohen Grafikeinstellungen und in Full HD Auflösung ordentlich laufen.

Im Augenblick ist noch nicht bekannt, wann und von welchen Herstellern erste Windows-Notebooks mit der neuen Radeon Pro 400 Serie im internationalen Handel erhältlich sein werden. AMD hat aber zumindest schon mal einen neuen Windows-Treiber veröffentlicht, der die Grafikchips unterstützt.

Quelle: AMD

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