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  3. Amazon: Hoher Gewinneinbruch in Q4/2011 durch Wachstumsdrang

Der Onlinehändler Amazon hat ein durchwachsenes Weihnachtsgeschäft hinter sich. Das Unternehmen setzt weiterhin auf Expansion und nimmt dafür rote Zahlen in Kauf. Der Umsatz war auf das gesamte Jahr gesehen um 41 Prozent auf 31,4 Milliarden Euro nach oben geklettert. Einen großen Teil haben der neue Tablet-Computer Kindle Fire sowie die Kindle-Lesegeräte und der Verkauf von E-Books dazu beigetragen. Allerdings gehen Analysten davon aus, dass Amazon bei jedem Kindle Fire draufzahlt, ähnlich wie es bei der Xbox von Microsoft der Fall war. Amazon steckt zudem jede Menge Geld in den Ausbau seiner Lieferzentren. Diese hohen Ausgaben lassen den Gewinn um 45 Prozent auf 480 Millionen Euro sinken.

Vor allem im finanziell wichtigen Weihnachtsgeschäft konnte Amazon das Wachstumstempo nicht halten und der Umsatz stieg um 35 Prozent auf 13,25 Millionen Euro. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58 Prozent von 316 Millionen Euro auf 134 Millionen Euro. Konzernchef Jeff Bezos betonte am Dienstag vor allem das überdurchschnittlich gute Wachstum der Fremdanbieter. Mittlerweile entfallen 36 Prozent aller Verkäufe nach Stückzahlen auf diese Verkäufer.

Das Unternehmen hält es für möglich, dass im ersten Quartal 2012 operativ ein Verlust von bis zu 152 Millionen Euro eingefahren werden könnte. Das beschäftigte sowohl Anleger, als auch Analysten und ließ den Aktienkurs nachbörslich um 9,5 Prozent sinken. Auf das ganze Jahr gesehen stellte der Konzern einen Umsatzzuwachs von 22 bis 36 Prozent in Aussicht.

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