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8. Core Generation: Intel enthüllt vier 15 Watt Quad-Cores für Laptops (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Mehr Threads: Mit der 8. Core Generation schlägt Intel eine neue Strategie im Mainstream-PC-Markt ein und wird Endverbrauchern mehr CPU-Kerne denn je zuvor spendieren.

Intel hat heute ganz offiziell den Startschuss für seine 8. Core Prozessor Generation gegeben. Die ersten Prozessoren aus dieser neuen CPU-Familie, die in Kürze auf dem Markt verfügbar sein werden, sind erwartungsgemäß allerdings "nur" vier U-Serie-Chips für Notebooks, Convertibles und 2-in-1s, die seit längerem unter dem Codenamen „Kaby Lake Refresh“ durch die Gerüchteküche geisterten. Für PC-Enthusiasten wird der US-Chiphersteller etwas später in diesem Jahr dann aber auch deutlich leistungsfähigere Desktop-CPUs der S-Serie in den Handel bringen, die unter dem Codenamen "Coffee Lake" bekannt sind.

Wie es inoffizielle Berichte der vergangenen Wochen bereits nahelegten, wird Intel innerhalb der 8. Core Prozessor Generation tatsächlich die drei im Detail voneinander abweichenden CPU-Architekturen Kaby Lake Refresh, Coffee Lake und auch Cannon Lake vereinen. Abgesehen von den vier heute angekündigten U-Serie-Modellen liegen im Augenblick aber zu anderen CPUs kaum offizielle Angaben vor. Klar ist unter anderem, dass die zwei noch in diesem Jahr erscheinenden Chip-Reihen Kaby Lake Refresh und Coffee Lake im 14 nm+ beziehungsweise im 14 nm++ Verfahren, die Cannon Lake CPUs hingegen Anfang 2018 im 10 nm Prozess produziert werden.

Intel wird heute ab 17 Uhr einen Live-Stream über Facebook übertragen, während dem es eventuell auch zu den bislang zumindest von offizieller Seite her kaum besprochenen CPUs Neues zu erfahren gibt. Allen voran dürfte das Unternehmen aber Notebooks oder ähnliche Mobil-PCs mit den angekündigten U-Serie Chips (Kaby Lake Refresh) zeigen. Diese tragen die Bezeichnungen Core i7-8650U, Core i7-8550U, Core i5-8350U sowie Core i5-8250U und vereinen erstmals in Intels Historie die Eigenschaften 15 Watt TDP (Thermal Design Power) plus vier echte Kerne in sich. Zusätzlich unterstützen alle vier neuen Prozessoren Hyper-Threading, können also maximal 8 Threads parallel verarbeiten.


Die ersten U-Serie-Modelle der 8. Core Generation warten laut Intel mit derselben integrierten GT2-Grafikeinheit mit 24 Recheneinheiten auf wie die Vorgängermodelle der 7. Core Generation. Intel nennt die GPU nun aber nicht mehr HD, sondern UHD Graphics 620, welche weiterhin Videoformate wie HEVC und VP9 zur effizienten Wiedergabe von Videos mit bis zu 3840 × 2160 Pixeln plus HDMI 2.0 / HDCP 2.2 unterstützt. Neben der Kernanzahl unterscheiden sich die neuen US-Serie-CPUs zu ihren Vorgängern durch einen um 100 Megahertz niedrigeren Basistakt, was offenbar nötig ist, um das Energiebudget von 15 Watt nicht zu sprengen. Dafür gibt Intel jedoch deutlich höhere maximale Turbo-Taktraten an.

Intel Kaby Lake Refresh-U (8. Core Generation)
- Core i7-8650U: 4 Kerne / 8 Threds, 1,9 GHz Basistakt, 4,2 GHz Turbo, 8 MB L3-Cache
- Core i7-8550U: 4 Kerne / 8 Threds, 1,8 GHz Basistakt, 4,0 GHz Turbo, 8 MB L3-Cache
- Core i5-8350U: 4 Kerne / 8 Threds, 1,7 GHz Basistakt, 3,6 GHz Turbo, 6 MB L3-Cache
- [Core i5-8250U: 4 Kerne / 8 Threds, 1,6 GHz Basistakt, 3,4 GHz Turbo, 6 MB L3-Cache

Zu den wichtigen Eigenschaften der Kaby Lake Refresh CPUs gehört auch ein L3-Cache, der aufgrund der höheren Kernzahl größer ausfällt als bei den direkten Vorgängern der Kaby Lake U-Serie. In Sachen RAM-Unterstützung lassen sich die neuen CPUs entweder weiterhin mit bis zu LPDDR3-1866 Modulen, oder aber nun auch mit bis zu DDR4-2400 Speicher einsetzen. Die zusätzlichen zwei Kerne, höhere Turbo-Taktraten und ein ganz allgemein weiter optimierter Herstellungsprozess sollen laut Intel zu Leistungssteigerungen von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu U-Serie-Modellen der 7. Core-Generation führen.

Die ersten Notebooks und Convertibles von namhaften PC-Herstellern mit den genannten Core Prozessoren der 8. Generation werden Intels Aussagen nach im September auf den Markt kommen. Mit den Coffee Lake Chips der S-Reihe für Desktop-PCs ist hingegen etwas später in diesem Jahr zu rechnen. Intel hat sich wie erwähnt zu diesen noch nicht geäußert, jedoch kurioser Weise bereits Bilder der Verpackungen der kommenden Core i7 und Core i5 Desktop-CPUs veröffentlicht. Diese bestätigen unter anderem die Gerüchte der letzten Wochen, wonach die Prozessoren bis zu sechs echte Kerne beziehungsweise Unterstützung für bis zu 12 Threads bieten werden. Besonders wichtig für aufrüstwillige Intel-Nutzer dürfte zudem der Hinweis auf den Schachteln sein, dass für den Einsatz der CPUs zwingend ein Mainboard mit neuem Chipsatz der 300er-Serie nötig sein wird. Aktuelle Boards mit beispielsweise Z270-Chipsatz können somit nicht weiterverwendet werden.

Der Marktstart der im brandneuen 10nm Verfahren produzierten Cannon Lake Chips wird erst im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Auch hierzu müssen die näheren Einzelheiten folgen. Vor wenigen Tagen hatte Intel außerdem einen ganz knapp bemessenen Ausblick auf die darauf folgende Generation der Core-Prozessoren gegeben. Diese derzeit nur als Ice Lake bezeichneten CPUs sollen den drei genannten Baureihen irgendwann in den nächsten Jahren nachfolgen und dann im 10nm+ Verfahren produziert werden.

Quelle: Intel

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